Das Einfrieren von Eiswürfeln kann gerade an heißen Sommertagen zur Geduldsprobe werden. Wenn spontan Besuch kommt oder ein kaltes Getränk gefragt ist, dauert es oft mehrere Stunden, bis die Eiswürfel endlich fertig sind. Doch mit einem einfachen Trick kann der Gefriervorgang möglicherweise beschleunigt werden.
Wasser in die Eiswürfelform füllen, in den Gefrierschrank stellen und warten – einfacher geht es kaum. Allerdings brauchen Eiswürfel je nach Gefrierschrank und Füllmenge oft mehrere Stunden, bis sie vollständig durchgefroren sind. Vor allem im Sommer, wenn gekühlte Getränke besonders gefragt sind, kann das ganz schön ärgerlich sein.
Dabei setzen viele automatisch auf kaltes Leitungswasser. Wer die Eiswürfel möglichst schnell benötigt, sollte jedoch einen anderen Weg ausprobieren: Statt kaltem Wasser empfiehlt sich warmes oder sogar heißes Wasser. Das klingt zunächst widersprüchlich, basiert jedoch auf einem bekannten physikalischen Phänomen.
Mit dem Mpemba-Effekt gefrieren Eiswürfel schneller
Hinter dem ungewöhnlichen Trick steckt der sogenannte Mpemba-Effekt. Benannt wurde er nach dem tansanischen Schüler Erasto Mpemba, der in den 1960er-Jahren beobachtete, dass heißes Wasser unter bestimmten Bedingungen schneller gefrieren kann als kaltes.
Als mögliche Erklärung gilt unter anderem, dass warmes Wasser stärker verdunstet. Dadurch verringert sich die Wassermenge, die letztlich gefrieren muss. Außerdem diskutieren Forschende weitere mögliche Einflüsse wie gelöste Gase, Konvektion oder Temperaturunterschiede im Wasser.
Allerdings ist der Mpemba-Effekt wissenschaftlich bis heute nicht vollständig geklärt. Zwar konnten verschiedene Experimente den Effekt nachweisen, andere wiederum nicht. Deshalb gilt: Der Trick kann funktionieren, lässt sich aber nicht unter allen Bedingungen zuverlässig beobachten.
Abgekochtes Wasser sorgt für klarere Eiswürfel
Wer nicht nur Wert auf schnelle, sondern auch auf besonders klare Eiswürfel legt, kann einen weiteren Trick anwenden. Dafür sollte das Wasser vor dem Einfrieren zunächst abgekocht und anschließend wieder etwas abgekühlt werden.
Beim Abkochen entweichen gelöste Gase aus dem Wasser, zudem werden einige Verunreinigungen reduziert. Dadurch gefriert das Wasser gleichmäßiger, sodass die Eiswürfel oft deutlich transparenter und weniger trüb erscheinen. Vor allem für Cocktails oder andere Getränke, bei denen die Optik eine Rolle spielt, kann sich dieser kleine Zusatzschritt lohnen.


















































